Als Betreiber des Portals Hausverwalter-Angebote.de sprechen wir mit vielen Hausverwaltungen und beobachten den Markt sehr genau. Es liegt in der Natur der Sache, dass unser Fokus vor allem auf der Akquise für Hausverwaltungen liegt. Darum soll es auch in diesem Artikel gehen.
Akquise in der Hausverwaltung scheitert selten daran, dass es „keine Möglichkeiten“ gibt – sondern daran, dass nichts oder sehr viel gleichzeitig gemacht wird. Letzteres ohne Plan, ohne Filter und ohne Durchhaltevermögen. Dieser Artikel ist deshalb kein theoretischer Artikel, sondern ein Werkzeugkasten: viele konkrete Hebel, geordnet nach Themen, damit Sie schnell sehen, was zu Ihrer Situation passt.
Die Liste ist als Ideengeber gedacht: Sie müssen nicht alles umsetzen – im Gegenteil: Am meisten bringt es, wenn Sie 1–3 Bereiche auswählen und daraus 10–20 Punkte konsequent über mehrere Monate umsetzen. So entsteht echte Marktdurchdringung in Ihrem Gebiet, statt ständig neue Einzelaktionen zu starten, die verpuffen.
A) Profil & Filter (damit Sie die richtigen Anfragen bekommen)
B) Website (die Anfragen bringt)
C) Lokal gefunden werden (Google, Bewertungen, Verzeichnisse)
D) Inhalte, die Wechsel auslösen (muss kein Blog sein)
E) Bezahlte Werbung (Google + Facebook/Instagram) – zielgenau, sonst teuer
F) Portale & Ausschreibungen (nur mit harten Regeln, sonst Zeitfalle)
G) Angebot & Abschluss (aus Anfrage wird Mandat)
H) Empfehlungen über Partner (Makler, Anwälte, Steuerberater, Handwerker)
I) Direkte lokale Ansprache & Marktdurchdringung (Nachbarschaft, Umfeld, Zeitung)
J) Empfehlungen durch Bestand (wenn Sie gute Arbeit sichtbar machen, wird der Bestand zur Akquise)
Als Verwalter anmelden und Eigentümer-Anfragen erhalten
Wichtig:
Manche Punkte lassen sich intern schnell erledigen (z. B. Google-Eintrag, Filter, Bewertungsprozess). Andere funktionieren besser, wenn Sie sich Unterstützung holen (z. B. Google-Anzeigen oder Facebook/Instagram-Werbung). Das ist häufig günstiger als gedacht – wenn Sie vorher klar definieren, welche Zielgruppe Sie wollen, welche Objekte Sie annehmen und welche Anfragen Sie vermeiden möchten.
Nutzen Sie die folgenden Kapitel wie eine Checkliste: Markieren Sie die Punkte, die für Sie realistisch sind, und bauen Sie daraus Ihren eigenen Akquise-Plan.
A) Profil & Filter (damit Sie die richtigen Anfragen bekommen)
1. Zielgebiet festlegen (konkret statt „überall“).
Legen Sie 3–5 Stadtteile oder ein klares Einzugsgebiet fest. Je klarer das Gebiet, desto besser funktionieren lokale Sichtbarkeit, Weiterempfehlung und gezielte Ansprache.
2. Mindestgröße definieren (ab X Einheiten) – und konsequent durchziehen.
Wenn Sie hier weich werden, gewinnen Sie zwar „Kunden“, aber verlieren Zeit und Marge. Schreiben Sie die Mindestgröße sichtbar auf die Website und ins Anfrageformular.
3. Mindestvergütung definieren – und konsequent durchziehen.
Ohne klare Untergrenze sammeln Sie unprofitablen Aufwand ein. Nennen Sie die Mindestvergütung entweder offen oder filtern Sie sie über das Anfrageformular und das Erstgespräch.
4. Spezialisierung so formulieren, dass Eigentümer sofort wissen, ob sie passen.
Nicht „wir verwalten alles“, sondern konkret: Region + Größe + Objektart. Beispiel: „WEGs ab 20 Einheiten im Altbau in [Gebiet]“ oder „Neubau-WEGs mit Gewährleistungsthemen“.
5. „Für wen wir nicht passen“ offen nennen (Filter gegen Zeitfresser).
Das wirkt nicht abschreckend, sondern professionell. Beispiele: „keine WEGs ab 30 Einheiten“ oder „keine Übernahmen mehr zu Datum X“.
6. Sonderleistungen als Liste mit Preislogik festlegen (Pauschale oder Stunden).
Definieren Sie vorab, was nicht zur Grundvergütung gehört: bauliche Maßnahmen, Großschäden, Sonder-Eigentümerversammlungen, Projektsteuerung, besondere Konfliktlagen. Das verhindert spätere Diskussionen und macht Angebote vergleichbar.
7. K.O.-Kriterien und Aufpreis-Kriterien definieren (damit Sie nicht ins Chaos laufen).
Beispiel K.O.: „keine Unterlagen verfügbar“ oder „Neubau mit Gewährleistungsmängeln +10.000 Euro“.
Beispiel Aufpreis: „Rückstände über X €“, „starker Sanierungsstau“, „hoher Konfliktgrad“. Das ist Selbstschutz und sorgt für planbare Übernahmen.
B) Website (die Anfragen bringt)
8. Startseite problemorientiert aufbauen (nicht Selbstdarstellung).
Beschreiben Sie 3–5 typische Eigentümerprobleme (z. B. schlechte Erreichbarkeit, Abrechnung spät, Chaos bei Schäden) und zeigen Sie klar, wie Sie arbeiten. Der Besucher muss in 20 Sekunden verstehen: „Die passen zu uns.“
9. Eine eigene Seite „Verwalterwechsel“ erstellen (mit Ablauf in 5–7 Schritten).
Diese Seite ist oft die wichtigste Akquise-Seite, weil viele Suchanfragen genau darauf zielen. Zeigen Sie den Wechsel-Prozess, welche Unterlagen Sie brauchen und was Sie in den ersten 30 Tagen tun.
10. Region-Seiten nur für echte Einsatzgebiete erstellen
Schreiben Sie lieber 3–10 saubere Seiten für Ihre realen Stadtteile als 50 dünne Seiten. Dünne Seiten wirken beliebig und bringen selten gute Anfragen. Z.B. Ihre Hausverwaltung in München- Trudering.
11. Kontakt maximal einfach machen (Telefon + Rückruf + kurzes Formular).
Viele Entscheider wollen nicht „erst mal ein Formular ausfüllen“. Bieten Sie Rückruf an und halten Sie das Formular kurz – aber mit Pflichtfeldern, damit Sie filtern können.
12. Anfrageformular mit Pflichtfeldern nutzen (damit Sie vorqualifizieren).
Pflichtfelder sollten mindestens sein: Anzahl Einheiten, Lage/Ortsteil, Verwaltungstyp (WEG / MIET / SEV), aktueller Anlass (z. B. Wechsel), Wunschstart, Kontaktperson (Beirat/Eigentümer). So vermeiden Sie „unbrauchbare“ Anfragen.
13. Drei harte Vertrauenssignale sichtbar machen (statt Marketingtexte).
Zeigen Sie: fester Ansprechpartner, Vertretungsregel, klare Reaktionszeit (z. B. Rückmeldung binnen 48 Stunden). Das wirkt stärker als jede Behauptung „wir sind zuverlässig“.
14. Drei kurze Praxisfälle (anonym) darstellen: Ausgangslage → Maßnahme → Ergebnis.
Kein Roman, kein Objektname. Ein Beispiel pro Fall reicht, z. B. „Rückstände geordnet“, „Bearbeitungsstau abgebaut“, „Dienstleister neu ausgeschrieben“. Das macht greifbar, dass Sie liefern.
15. Website/Unterseiten günstig einkaufen – aber mit sauberem Briefing.
Eine gute Umsetzung kann man oft preiswert über Freelancer/Agentur bekommen. Entscheidend ist Ihr Briefing: Zielgruppe, Region, Mindestgröße, gewünschte Anfragen, Seitenstruktur (Startseite, Wechsel-Seite, Kontakt), Beispiele/Referenzen, Tonalität.
16. Geben Sie dem Dienstleister keine „freie Hand“ – sonst entsteht Chaos.
Wenn der Webdesigner ohne klare Vorgaben schreibt und strukturiert, wird die Seite häufig hübsch, aber unklar: falsche Zielgruppe, falsche Anfragen, unbrauchbare Texte. Ihre Aufgabe ist die inhaltliche Führung, die Umsetzung kann man einkaufen.
Mit einem guten Briefing kauft man sich eine super Webseite für wenige Hundert Euro ein, die wunderbar funktioniert, ohne sich selbst in technischen Details zu verstricken.
C) Lokal gefunden werden (Google, Bewertungen, Verzeichnisse)
17. Google-Firmeneintrag vollständig pflegen (das ist Ihre lokale Visitenkarte).
Tragen Sie Leistungen, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet, Telefonnummer und Fotos sauber ein. Viele Entscheider schauen zuerst dort – oft noch vor der Website.
18. Regelmäßig Fotos und kurze Beiträge einstellen (nicht einmalig, sondern laufend).
Neue Bilder (Büro, Team, anonymisierte Projekte) und kurze Updates signalisieren Aktivität und Seriosität. Ein „toter“ Eintrag wirkt wie: „Die sind weg oder überlastet.“ Google bietet hier einen Bereich für regelmäßige News. Kostet nichts und bringt Leben in das Profil.
19. Bewertungsprozess fest einbauen (nicht dem Zufall überlassen).
Bitten Sie nach gelösten Fällen aktiv um eine Bewertung. Ohne System kommen Bewertungen zu selten – und oft nur dann, wenn jemand verärgert ist.
20. Bewertungen lenken, ohne unehrlich zu werden (damit sie auch helfen).
Bitten Sie um einen kurzen Satz, der Ihre Leistung beschreibt (z. B. „WEG-Verwaltung“, „gute Erreichbarkeit“, „Verwalterwechsel“). Das hilft bei der Einordnung und bei der Suche.
21. Auf Bewertungen sachlich reagieren (auch auf kritische).
Eine ruhige, professionelle Antwort beruhigt und zeigt Außenstehenden, dass Sie Konflikte sauber lösen. Nicht diskutieren, nicht rechtfertigen – kurz, korrekt, lösungsorientiert.
22. Kontaktdaten überall exakt gleich halten (Name/Adresse/Telefon).
Schon kleine Abweichungen (z. B. „GmbH“ mal ja, mal nein) kosten Vertrauen und können die Auffindbarkeit verschlechtern. Einheitlichkeit ist hier das Wichtigste.
23. In wenige, seriöse Branchenverzeichnisse eintragen (statt in 20 schlechte).
Wählen Sie 3–5 saubere Verzeichnisse und pflegen Sie diese richtig. Masse bringt nichts, wenn die Einträge veraltet oder widersprüchlich sind.
24. Lokale Erwähnungen gezielt organisieren (statt hoffen, dass es passiert).
Möglichkeiten sind: Mitgliedschaft/Profil bei Verband, Gastbeitrag bei Partnern, Sponsoring eines lokalen Vereins mit Website-Nennung oder ein kurzes Experten-Statement für lokale Medien. Das stärkt Vertrauen und Sichtbarkeit.
25. Region auf der Website klar ausweisen.
Schreiben Sie deutlich: „Wir verwalten in …“ und „Wir verwalten nicht in …“. Das reduziert Streuverlust und erhöht die Quote passender Anfragen.
26. Erreichbarkeit sichtbar machen.
Nennen Sie klar, wie Kontakt läuft (Rückruf, Zeiten, Notfälle). Das ist oft wichtiger als jede Leistungsbeschreibung, weil schlechte Erreichbarkeit ein häufiger Wechselgrund ist.
D) Inhalte, die Wechsel auslösen (muss kein Blog sein)
27. Inhalte nach „Wechsel-Auslösern“ planen (nicht nach Zufall).
Bauen Sie Inhalte zu den Themen, wegen denen Eigentümer wirklich wechseln: Abrechnung, Eigentümerversammlung, Erreichbarkeit/Schadenmanagement, Sanierungsstau, Verwalterwechsel. Diese Themen holen Menschen genau im Entscheidungszeitpunkt ab.
28. Statt Blog: 5–8 feste Themenseiten erstellen und in der Navigation verlinken.
Das wirkt auf viele Eigentümer seriöser als ein (ungepflegter) „News-Blog“. Legen Sie pro Thema eine Seite an und verlinken Sie diese prominent (z. B. „Verwalterwechsel“, „Abrechnung“, „Versammlung“, „Schäden/Notfälle“).
29. Auf jeder Themenseite den Ablauf erklären (so, dass ein Beirat es versteht).
Beschreiben Sie: Was ist typisch? Was ist der saubere Prozess? Was braucht es an Unterlagen? Was sind realistische Zeiträume? Eigentümer suchen Klarheit, nicht Fachsprache.
30. FAQ einbauen: Abläufe in einfachen Sätzen.
Ein Bereich „Häufige Fragen“ bietet echten Mehrwert und senkt Hemmschwellen für Kontaktaufnahmen. Ein FAQ hilft auch bei Google gefunden zu werden.
31. 1–2 Downloads anbieten, die direkt zum Gespräch führen.
Beispiele: „Unterlagenliste für den Verwalterwechsel“ oder „Fragenliste an die aktuelle Verwaltung“. Solche Downloads / Beratungsprodukte schärfen ihr Profil als Profi und fördern Kontaktaufnahmen.
32. Ein fester nächster Schritt auf jeder Seite (kein „Melden Sie sich gern“).
Bieten Sie konkret an: Rückruf, Termin, „Beirats-Sprechstunde“ oder „Wechsel-Check“. Ohne klare Handlungsaufforderung verpufft auch guter Inhalt.
33. Infoabend/Webinar für Beiräte anbieten (30–60 Minuten, ein Thema, praxisnah).
Ein Termin im Halbjahr reicht. Das ist kein Show-Event, sondern ein Einstiegsgespräch in Gruppenform: Sie zeigen Kompetenz, fremde Beiräte und Eigentümer lernen Sie kennen.
34. Inhalte so schreiben, dass sie filtern (nicht nur informieren).
Nennen Sie auf den Seiten auch Grenzen: Region, Mindestgröße, Übernahmevoraussetzungen, typische Ausschlussgründe. Das reduziert unpassende Anfragen und erhöht die Trefferquote.
E) Bezahlte Werbung (Google + Facebook/Instagram) – zielgenau, sonst teuer
35. Google-Werbung nur auf Suchbegriffe mit klarer Kaufabsicht schalten.
Konzentrieren Sie sich auf Begriffe wie „Hausverwaltung + Ort/Stadtteil“ und „Verwalterwechsel + Ort“. Alles andere bringt häufig Klicks, aber keine Verwaltungsaufträge.
36. Für „Verwalterwechsel“ eine eigene Anzeige mit eigener Seite nutzen.
Wer danach sucht, will keinen allgemeinen Überblick, sondern einen Ablauf und klare Voraussetzungen. Schicken Sie diese Menschen direkt auf Ihre Wechsel-Seite.
37. Anzeigen immer auf passende Seiten führen (nicht auf die Startseite).
Eine Anzeige muss genau das liefern, was der Suchende erwartet. Startseiten sind dafür meist zu allgemein und konvertieren schlechter.
38. In der Anzeige Region und Mindestgröße nennen (Qualität vor Menge).
Wenn Sie filtern, bekommen Sie weniger Anfragen – aber deutlich passendere. Das spart Zeit und senkt die Kosten pro brauchbarer Anfrage.
39. Unpassende Suchanfragen konsequent ausschließen (damit Sie kein Budget verbrennen).
Schließen Sie Begriffe aus, die keine Mandate bringen, z. B. „Job“, „Ausbildung“, „Gehalt“, „Praktikum“, „kostenlos“, „Muster“, „Vorlage“, „Kündigung Muster“. Sonst zahlen Sie für falsche Klicks.
40. Mit kleinem Budget starten und nach Ergebnissen entscheiden.
Testen Sie 2–4 Wochen, dann entscheiden Sie anhand von „passenden Anfragen“, nicht anhand von Klickzahlen. Klicks sind kein Erfolg, wenn die Qualität nicht stimmt.
41. Facebook/Instagram-Werbung nur mit Anlass-Angebot einsetzen (nicht als Imagewerbung).
Geeignet sind konkrete Aufhänger wie „Beirats-Sprechstunde“, „Wechsel-Check“ oder „Infoabend“. Reine Imageanzeigen erzeugen häufig viele Reaktionen, aber wenig brauchbare Anfragen.
42. Auch bei Facebook/Instagram klare Filter setzen (sonst kommen Mieterfragen und Zeitfresser).
Kommunizieren Sie deutlich: Region, Mindestgröße, Zielgruppe (Beirat/Eigentümer). Sonst bekommen Sie die falschen Kontakte.
43. Rückruf als Standard anbieten (passt zur Zielgruppe und erhöht Abschlüsse).
Viele Entscheider wollen nicht tippen und nicht lange Formulare. Ein Rückruf-Feld („Wann sollen wir anrufen?“) erhöht die Quote guter Gespräche.
44. Für Werbung gezielt Hilfe einkaufen, wenn Know-how fehlt (oft günstig, aber nur mit klarem Briefing).
Google- und Social-Werbung kann man extern gut umsetzen lassen. Entscheidend ist Ihr Briefing: Zielgebiet, Mindestgröße, Ausschlusskriterien, gewünschte Anfragen, Landingpages und klare Erfolgskriterien („passende Gespräche“ statt „viele Klicks“). Ohne diese Vorgaben wird es schnell teuer und chaotisch.
F) Portale & Ausschreibungen (nur mit harten Regeln, sonst Zeitfalle)
45. Nur 1–2 Portale auswählen und diese richtig pflegen (statt überall halb).
Zu viele Plattformen führen zu Chaos und inkonsistenten Angaben. Ein bis zwei sauber bespielte Kanäle sind meist effektiver als fünf vernachlässigte.
46. Profil glasklar: Zielgebiet, Mindestgröße, Mindestvergütung, Schwerpunkt.
Geben Sie die Filter an (Größe / Region). Das reduziert unpassende Anfragen deutlich und spart Ihnen später Diskussionen.
47. Ausschreibungen nur bedienen, wenn sie wirklich passen (sonst verbrennen Sie Stunden).
Wenn Mindestgröße, Region oder Ausgangslage nicht passen, sagen Sie konsequent ab. „Vielleicht passt’s ja doch“ ist bei Ausschreibungen fast immer ein schlechter Deal.
48. Ein Standard-Angebot als Vorlage bauen (damit Sie schnell und professionell antworten).
Struktur: Ausgangslage, was enthalten ist, was extra kostet, Übernahmevoraussetzungen, Zeitplan, Honorarlogik. Das spart Zeit und macht Ihre Angebote vergleichbar.
49. Interne Reaktionsfrist festlegen und einhalten (z. B. 24–48 Stunden).
Portale fragen das oft nicht ab – aber Ihre Abschlussquote leidet, wenn Sie erst nach einer Woche reagieren. Geschwindigkeit ist in Eigentümer-Anfragen ein echter Wettbewerbsvorteil.
50. Nachfassen mit einem festen Ablauf (ohne Nerven).
Kurze Nachfrage nach 5–7 Tagen: „Gibt es Rückfragen? Wann treffen Sie eine Entscheidung?“ Das bringt überraschend oft Bewegung rein.
51. Jede Anfrage dokumentieren (Quelle → Größe → Gespräch → Ergebnis).
Ohne einfache Statistik wissen Sie nicht, ob ein Portal lohnt. Messen Sie nicht „Anfragen“, sondern „Aufträge“.
52. Portale streichen, die nur Aufwand bringen (konsequent).
Wenn nach 2–3 Monaten keine passenden Gespräche/Aufträge entstehen, stoppen Sie. Zeit ist Ihr knappstes Gut.
G) Angebot & Abschluss (aus Anfrage wird Mandat)
53. Angebot als schlankes PDF (1–3 Seiten) statt Textwüste.
Ein Angebot muss schnell erfassbar und schnell erstellbar sein. Nutzen Sie eine Standardstruktur: Objekt-Steckbrief → Grundleistung (Bulletpoints) → Sonderleistungen/Abgrenzung → Übernahmevoraussetzungen → Vergütung/Preislogik → nächster Schritt. Je klarer die Struktur, desto weniger Rückfragen und desto schneller die Entscheidung.
54. Angebot bewusst ohne Verwaltervertrag halten.
Den Verwaltervertrag nicht vorab mitsenden oder zerlegen – das erzeugt Nebenfragen, bevor Passung und Preis geklärt sind. Im Angebot reichen Eckpunkte und Leistungslogik. Vertrag/Detailprüfung kommen erst, wenn grundsätzliches Interesse da ist und die Mindestinfos geklärt sind.
55. Bei Nähe: Fotos ins Angebot (auch delegierbar).
Wenn das Objekt nah ist, lohnt sich oft ein 10–15-Minuten-Check mit Standard-Fotoset (Eingang, Treppenhaus, Außenbereich/Müll, Aushang/Infotafel, ggf. Kellerzugang). 2–4 Fotos plus 2–3 Stichpunkte („erster Eindruck“) machen das Angebot greifbarer. Das kann auch ein Azubi/Assistenz übernehmen – wichtig ist eine Checkliste.
56. Preis nach A/B/C-Objektlogik – und bei K.-o. nach Rückfragen sauber aussteigen.
Eine einfache Einstufung hilft bei der Preisfindung: A (sauber/nah/Unterlagen ok), B (gemischt), C (weit weg/hoher Konflikt/Unterlagen schlecht). Schwierige Objekte nur zu Konditionen annehmen, die Aufwand/Risiko abdecken – oder konsequent ablehnen. Wenn Rückfragen/Unterlagen später ein K.-o.-Kriterium offenlegen, ist ein Rückzug besser als eine Übernahme ins Chaos.
H) Empfehlungen über Partner (Makler, Anwälte, Steuerberater, Handwerker)
57. Ein Tippgeber-Netzwerk aufbauen (nicht „Networking“, sondern planbar).
Suchen Sie sich 5–10 Partner, die regelmäßig mit Eigentümern zu tun haben: Makler, WEG-Anwälte, Steuerberater, Versicherungsbetreuer, Energieberater, Handwerker, Hausmeisterdienste.
58. Partner gezielt auswählen (nicht jeder Kontakt ist ein guter Kontakt).
Wählen Sie Partner, die zu Ihren Wunschobjekten passen (Region, Größen, Klientel). Ein Partner, der nur Kleinstobjekte sieht, bringt Ihnen trotz guter Beziehung wenig.
59. Empfehlungslogik sauber halten (damit es nicht nach Hinterzimmer riecht).
Am besten funktioniert „Empfehlung gegen Empfehlung“ oder ein klares Gegengeschäft (z. B. Sie empfehlen den Handwerker, er empfiehlt Sie). Vermeiden Sie komische Provisionsmodelle, die später Erklärungsprobleme machen.
60. Partner mit einem kurzen „Merkblatt“ ausstatten (damit sie Sie richtig empfehlen).
Eine Seite reicht: Zielgebiet, Mindestgröße, Schwerpunkte, Ausschlusskriterien, Kontakt/Rückruf. Ohne diese Klarheit empfehlen Partner oft „irgendwen“ oder an die falschen Kunden.
61. Konkrete Anlässe definieren, bei denen Partner an Sie denken sollen.
Beispiele: „WEG will Verwalter wechseln“, „Schaden eskaliert“, „Abrechnung kommt nicht“, „Beirat ist überfordert“, „Sanierungsstau sorgt für Streit“. Das macht Empfehlungen wahrscheinlicher.
62. Regelmäßige Partnerpflege einplanen (sonst versandet es).
Ein kurzer Kontakt pro Quartal reicht: Kapazität, Zielobjekte, was Sie gerade suchen, was Sie nicht suchen. Ohne Rhythmus vergessen Partner Sie im Alltag.
63. Kooperationsformate nutzen (wenn es zu Ihrer Art passt).
Ein gemeinsamer Infoabend mit Anwalt/Energieberater oder ein kurzer gemeinsamer Leitfaden („Verwalterwechsel sauber machen“) kann sehr wirksam sein – weil Vertrauen übertragen wird.
I) Direkte lokale Ansprache & Marktdurchdringung (Nachbarschaft, Umfeld, Zeitung)
64. Zielobjekte im Gebiet systematisch sammeln (statt zufällig „irgendwo Werbung“).
Erstellen Sie eine einfache Liste: WEGs/Anlagen im Zielgebiet, grobe Größe, Ansprechpartner soweit vorhanden (meist Beirat/Verwaltungsbeirat). Ohne Liste bleibt es Aktionismus.
65. Nachbar-WEGs gezielt ansprechen (Radius 50–200 Meter).
Das ist oft der schnellste Hebel: Nachbaranlagen haben ähnliche Themen, die gleiche Zielgruppe und sehen, dass Sie „vor Ort“ sind. Eine klare, sachliche Ansprache funktioniert hier besser als jede Imagekampagne.
66. Wurfsendung in Nachbarhäusern nutzen – aber nur mit klarem Angebot.
Kein Flyer „Wir sind toll“, sondern ein konkreter Anlass: „Beirats-Sprechstunde“, „Wechsel-Check“, „Unterlagenliste Verwalterwechsel“. Dazu klare Filter (Region, Mindestgröße) und ein Rückrufkontakt. Eigentümer legen sich solche Unterlagen über Jahre ab und kommen ggf. auf Ihre Verwaltung zu, wenn der Wechsel ansteht.
67. „Neu in der Nachbarschaft“-Wurfsendung nach Objektübernahme (sehr wirksam).
Wenn Sie ein Objekt übernehmen, informieren Sie gezielt die unmittelbare Umgebung (2–5 Minuten Fußweg). Kurz, sachlich, mit Kontakt und Hinweis, wofür Sie ansprechbar sind (und wofür nicht).
68. Aushänge im Treppenhaus.
Treppenhaus-Aushänge sind ohnehin nötig als Informationsquelle für die Bewohner. Aber auch Nachbarn schauen sich Treppenhaus-Aushänge an, um gegebenenfalls Kontakt zu einer bereits vor Ort tätigen Hausverwaltung aufzunehmen. Ein Hinweis für externe Eigentümer „Wir verwalten auch Ihr Haus in der Nachbarschaft“ kann also sinnvoll sein.
69. Beirats-Sprechstunde anbieten (30 Minuten, klarer Rahmen).
Das ist eine gute „Einstiegsleistung“ für unentschlossene WEGs: Sie prüfen die Lage, erklären Optionen und filtern, ob ein Wechsel realistisch ist. Wichtig: klare Grenzen (Unterlagen, Dauer, Ziel).
70. Kleiner Infoabend im Kiez (30–60 Minuten, ein Thema, praxisnah).
Ein Thema reicht: „Verwalterwechsel sauber organisieren“ oder „Abrechnung prüfen“. Kein Vortrag-Marathon, sondern Vertrauen aufbauen und Gespräche starten.
71. Zeitungsanzeigen/Anzeigenblätter im Zielgebiet testen (für ältere Eigentümer oft passend).
Altbacken, aber zielgruppengenau. Nutzen Sie kleine Fläche, klare Botschaft, Wiederholung (z. B. 4 Ausgaben) und einen messbaren Kontaktweg (eigene Nummer/Code). Ohne Messung und Wiederholung lohnt es sich selten.
72. Regionale Sichtbarkeit als Marktdurchdringung planen (nicht als Einzelaktion).
Wenn Sie „in einem Gebiet bekannt werden“ wollen, brauchen Sie Wiederholung: gleiche Botschaft, gleiche Region, gleiche Filter. Einmalige Aktionen verpuffen fast immer.
J) Empfehlungen durch Bestand (wenn Sie gute Arbeit sichtbar machen, wird der Bestand zur Akquise)
73. Nach gelösten Fällen aktiv um Bewertung bitten (nicht irgendwann, sondern im richtigen Moment).
Der beste Zeitpunkt ist direkt nach einem sauber gelösten Problem (Schaden, Eskalation, Abrechnungsthema). Ohne System kommen Bewertungen zu selten und oft nur bei Ärger.
74. Nach gelösten Fällen aktiv um Empfehlung bitten (konkret, nicht allgemein).
Fragen Sie nicht „Kennen Sie jemanden?“, sondern konkret: „Kennen Sie eine WEG in Ihrem Umfeld, die unzufrieden ist oder wechseln will?“ Das erhöht die Trefferquote.
75. Beirat regelmäßig kurz informieren (damit Vertrauen entsteht und bleibt).
Kurze Statusupdates zu den wichtigsten Themen reichen. Viele Wechsel passieren nicht wegen Fachfehlern, sondern wegen gefühlter Funkstille.
76. Erwartungsmanagement sauber machen (Bearbeitungszeiten klar kommunizieren).
Wer realistisch kommuniziert, bekommt weniger Eskalationen. Weniger Eskalationen = bessere Stimmung = mehr Empfehlungen.
77. Die häufigsten Beschwerden systematisch auswerten (Top-5 Ärgerpunkte) und sichtbar verbessern.
Dokumentation allein bringt nichts. Entscheidend ist: Muster erkennen, Prozess ändern, Ergebnis spürbar machen. Beispiel „telefonische Erreichbarkeit“, wenn hier nachgebessert werden muss, ist das ein einfacher Hebel.
78. Erfolgsbeispiele aus dem Bestand sammeln (anonym, kurz, wiederverwendbar).
3–5 Mini-Fälle reichen: Ausgangslage → Maßnahme → Ergebnis. Diese Fälle sind Gold für Website, Anzeigen, Portale und Gespräche.
79. Ein einfacher „Empfehlungsprozess“ statt Zufall.
Legen Sie fest: Wer fragt wann nach Bewertung/Empfehlung? Welche Formulierung? Welcher Link? Ohne Prozess passiert es zu selten.
80. Kündigungsgründe früh erkennen und entschärfen (Bestand schützen = Akquise stärken).
Wenn Sie Abwanderung reduzieren, gewinnen Sie automatisch: weniger negative Mundpropaganda, mehr Ruhe, mehr Empfehlung. Das ist die billigste Akquise.
K) Priorisieren Sie die Punkte unbedingt
81. Abschluss-Tipp: Prioritäten setzen statt alles gleichzeitig
Nicht jeder Punkt in diesem Werkzeugkasten ist „Akquise“. Ein Teil sind Grundvoraussetzungen bzw. die Hausaufgaben: Dinge, die heute einfach stimmen müssen, damit Sie überhaupt ernsthaft in die engere Auswahl kommen (z. B. klare Filter, saubere Website-Grundstruktur, Google-Firmeneintrag, Bewertungen, Erreichbarkeit). Diese Themen bringen nicht immer sofort Mandate – aber ohne sie verlieren Sie Mandate, weil Vertrauen fehlt oder weil unpassende Anfragen Ihre Zeit fressen.
Die harten Akquise-Hebel sind dagegen Maßnahmen, die aktiv neue Mandate auslösen können: gezielte Google-Anzeigen, Facebook/Instagram mit konkretem Anlass-Angebot, Portale (mit harten Regeln), Empfehlungen über Partner, Nachbar-WEGs/Wurfsendungen und Anzeigenblätter im Zielgebiet. Diese Hebel funktionieren, aber nur, wenn Sie sie konsequent und sauber spielen.
Quick Win: Sofort Eigentümer-Anfragen erhalten.
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So priorisieren Sie sinnvoll:
Grundvoraussetzungen zuerst: Stellen Sie Filter + Grundauftritt + Google/Bewertungen so auf, dass Sie passende Anfragen verarbeiten können.
Dann 1–2 harte Hebel wählen: Wählen Sie die Akquisewege, die zu Ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Kapazitäten passen.
Quick-Win parallel nutzen: Wenn Sie kurzfristig neue Mandate wollen, nutzen Sie Eigentümer-Anfragen über Hausverwalter-Angebote.de und bewerben Sie sich gezielt auf passende Kontakte.
Nur dort Gas geben, wo Sie es beherrschen: Was Sie nicht können oder nicht wollen (z. B. Online-Werbung), kaufen Sie gezielt ein – aber nur mit klarem Briefing und klaren Filtern.
3–6 Monate durchziehen und messen: Entscheidend sind nicht Klicks oder Anfragen, sondern passende Gespräche und Mandate.
Wenn Sie am Ende nur einen Satz mitnehmen: Erst die Hausaufgaben sauber machen, dann wenige harte Akquisewege auswählen – und diese wirklich durchziehen – und für schnelle Ergebnisse den Quick Win parallel nutzen.
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