Kunden gewinnen ohne Referenzen: So bauen junge Hausverwaltungen Vertrauen auf

Viele junge Hausverwaltungen stehen am Anfang vor dem gleichen Dilemma: Fachlich können sie liefern – aber ohne Referenzen wirkt jede Akquise wie ein Kampf gegen Skepsis. Dieser Artikel zeigt, wie Sie diese Phase gezielt verkürzen: mit professionellem Außenauftritt, Vorlagen und Standards, die fehlende Nachweise ersetzen, und einem strukturierten Akquiseprozess mit ausreichender Anfragefrequenz. Sie bekommen einen praxisnahen Fahrplan, wie aus ersten passenden Mandaten schnell belastbare Belege werden – durch saubere Übergaben, klares Reporting und nachvollziehbare Umsetzung.

Außerdem geht es darum, wie Sie Angebote so aufbauen, dass sie Gesprächspartnern in der WEG den Wechsel erleichtern (ohne Dumping) – und wie Hausverwalter-Angebote.de Ihnen dabei helfen kann, planbar neue Anfragen zu gewinnen, bis die ersten Referenzen stehen.

1. Ohne Referenzen starten: Warum Vertrauen trotzdem planbar ist

1.1. Was WEGs wirklich prüfen – und warum „jung“ nicht automatisch „riskant“ heißt

1.2. Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Belege

1.3. Die richtigen ersten Mandate wählen: Kleine WEGs als Einstieg (und Referenzmotor)

2. Der erste Eindruck entscheidet: So wirken Sie seriös, bevor überhaupt jemand anruft

2.1. Die Website: klein, aber „erwachsen“

2.2. Google-Profil: der schnelle Realitätscheck

2.3. Bewertungen: lieber glaubwürdig als schnell

3. Referenzen ersetzen: Das „Vertrauenspaket“, das Sie ins Erstgespräch mitnehmen

3.1. Übernahme ohne Chaos: Ihr 30/60/90-Tage-Plan als Vertrauensanker

3.2. Vorlagen, die Kompetenz sichtbar machen: Reporting, Beschlüsse, offene Punkte

3.3. Musterabrechnung & saubere Logik: zeigen, wie Sie denken

4. Angebot und Vertrag, die keine Bauchschmerzen machen

4.1. Angebote, die man vergleichen kann: klare Leistungen, klare Grenzen, klare Logik

4.2. Vertragsanlagen statt Floskeln: Kommunikation, Zuständigkeiten, Sonderleistungen verständlich regeln

5. Strukturiert neue Kundenanfragen gewinnen

5.1. Warum Prozess und Frequenz wichtiger sind als der perfekte Pitch

5.2. Empfohlener Ablauf: Angebot zuerst – dann Erstgespräch (außer bei Rückfragen)

5.3. Attraktiver Einstiegspreis: den Wechsel erleichtern, ohne Dumping

6. Die ersten 90 Tage entscheiden über Ihre ersten Referenzen

6.1. Quick Wins, die Beiräte sofort wahrnehmen

6.2. So machen Sie aus Ergebnissen Referenzen

7. Fazit

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1. Ohne Referenzen starten: Warum Vertrauen trotzdem planbar ist

Wenn Sie gerade eine Hausverwaltung gründen, wirkt „keine Referenzen“ oft wie ein Bremsklotz. In der Praxis ist es vor allem ein Einordnungsproblem: Beirat und Eigentümer können Sie noch nicht gut einschätzen – und wo Einordnung fehlt, steigen die Risikobedenken. Genau deshalb ist Vertrauen planbar: nicht über große Worte, sondern indem Sie Unsicherheit sichtbar reduzieren.

1.1 Was WEGs wirklich prüfen – und warum „jung“ nicht automatisch „riskant“ heißt

In einer WEG geht es schnell um sensible Themen: Geldflüsse, Fristen, Beschlüsse, Instandhaltung – und damit auch um Konfliktpotenzial. Entsprechend läuft die Entscheidung im Kern meist auf drei Fragen hinaus: Beherrschen Sie das Handwerk im Alltag (Abrechnung, Ordnung, Nachhalten)? Sind Sie stabil, wenn es stressig wird (Erreichbarkeit, Vertretung, Zuständigkeiten)? Und ist die Zusammenarbeit kalkulierbar (Übernahme, Kommunikation, Transparenz)?

Referenzen sind für viele die Abkürzung: „Andere haben das schon mit denen gemacht – es hat funktioniert.“ Wenn diese Abkürzung fehlt, müssen Sie dieselben Fragen anders beantworten: greifbar und überprüfbar.

1.2 Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Belege

Viele Gründer starten mit Eigenschaften wie „digital, motiviert, schnell“. Das kann stimmen – wirkt ohne Beleg aber wie Marketing. Der bessere Ansatz: Belege verkleinern Risikobedenken Ihrer Gesprächspartner in der WEG. Ein Übernahmeplan, ein Reporting-Rhythmus, klare Zuständigkeiten, ein Musterbericht – Dinge, die man kurz sehen kann – schaffen schneller Vertrauen als jede Selbstdarstellung.

Aus unserer Marktbeobachtung (und aus den vielen Anfragen, die bei uns eingehen) fällt genau das positiv auf: junge Verwaltungen, die nicht lauter, sondern klarer sind. Eine einfache Leitlinie hilft: Risiko → Vorgehen → Sichtbarkeit.Also: „Das ist das typische Risiko… so gehen wir vor… und so machen wir es transparent.“

1.3 Die richtigen ersten Mandate wählen: Kleine WEGs als Einstieg (und Referenzmotor)

Gerade am Anfang ist ein großer Hebel für Vertrauen und Wachstum, die ersten Aufträge bewusst auszuwählen. Häufig sind kleinere WEGs der bessere Einstieg: Der Wechsel-Schmerz ist dort oft am größten, Entscheidungswege sind kürzer, und die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, ist eher vorhanden – wenn Sie Struktur und Verlässlichkeit sauber zeigen.

Der zweite Vorteil ist strategisch: Diese ersten kleinen WEGs werden Ihre Referenzen für die nächstgrößeren Objekte. Sie können schneller liefern, dokumentieren (Übernahmeplan, Reporting, Beschlussliste mit Status) und daraus echte Nachweise aufbauen – Bewertungen, Mini-Cases, belastbare Abläufe. Damit wird der Sprung zur größeren WEG nicht „Bauchgefühl“, sondern nachvollziehbar.

2. Der erste Eindruck entscheidet: So wirken Sie seriös, bevor überhaupt jemand anruft

Ohne Referenzen findet die erste Bewertung oft vor dem Gespräch statt: Website, Google, Kontaktdaten – und dann das Bauchgefühl „wirkt das wie eine echte Verwaltung?“. Mein Rat: Positionieren Sie sich nach außen so, als wären Sie seit Jahren am Markt. Nicht durch „so tun als ob“, sondern indem Sie alles weglassen, was unnötig nach Gründung klingt.

Was häufig Vertrauen kostet, sind Gründer-Narrative wie „nach meiner Ausbildung…“, „wir sind noch im Aufbau…“. Das mag sympathisch sein, macht Sie aber kleiner – und triggert genau die Sorge, die WEGs haben: Was passiert, wenn es komplex wird? Der Fokus sollte nicht auf Ihrer Geschichte liegen, sondern auf Ihrer Arbeitsweise: Zuständigkeiten, Erreichbarkeit, Übernahme, Reporting, Vertretung.

2.1 Die Website: klein, aber „erwachsen“

Sie brauchen keinen großen Webauftritt. Sie brauchen eine Seite, die in zwei Minuten klärt: Wer sind Sie? Was verwalten Sie (WEG)? In welcher Region? Und wie läuft die Zusammenarbeit ab? Professionalität entsteht weniger durch Design, mehr durch klare Aussagen und saubere Basics: Leistungsbild, Einzugsgebiet, Kontaktwege und ein kurzer Abschnitt „So übernehmen wir ein Objekt“.

Der „Über uns“-Teil darf knapp sein – aber bitte nicht als Gründertagebuch. Besser wirken Rollen/Zuständigkeiten, Vertretung und ein Satz zu Standards (z. B. Beschlussnachverfolgung, regelmäßiges Reporting).

2.2 Google-Profil: der schnelle Realitätscheck

Für viele ist Google der Vertrauensfilter: Gibt es eine Adresse bzw. klare Region? Stimmen Telefonnummer und Öffnungszeiten? Wirkt das Büro real? Ein vollständiges Unternehmensprofil ist deshalb Pflicht. Echte Fotos (Büro, Besprechungsraum, Team/Gründer) machen dabei einen großen Unterschied – besser authentisch als Stock-Fotos. Wichtig: konsistente Daten überall, sonst wirkt es schnell unorganisiert.

2.3 Bewertungen: lieber glaubwürdig als schnell

Ein bis zwei Bewertungen können helfen – aber nur, wenn sie echte Leistungserfahrung abbilden. „Friends & Family“ ohne reale Zusammenarbeit kann bei Rückfragen nach hinten losgehen. Sinnvoller: Erst liefern (Übernahme sauber, erste Quick Wins, Reporting steht) und dann gezielt um Feedback bitten. Aus unserer Marktbeobachtung ist das langfristig der bessere Weg, weil es Glaubwürdigkeit aufbaut statt sie zu riskieren.

3. Referenzen ersetzen: Das „Vertrauenspaket“, das Sie ins Erstgespräch mitnehmen

Wenn Ihnen noch echte Referenzen fehlen, brauchen Sie etwas anderes, das eine ähnliche Wirkung erzielt: greifbare Nachweise, dass Sie Übergaben, Kommunikation und Abrechnung nicht „irgendwie“ machen, sondern nach einem Standard. Genau dafür lohnt sich ein kleines Paket an Vorlagen und Dokumenten, das Sie im Erstgespräch (oder direkt mit dem Angebot) zeigen können.

Der Effekt ist praktisch: Statt dass Gesprächspartner in der WEG über Ihre Unerfahrenheit spekulieren, sehen sie, dass Sie die typischen Risiken kennen – und vorbereitet sind. Nach unserer Marktbeobachtung ist das einer der saubersten Wege, als junge Verwaltung schneller als „professionelle Option“ wahrgenommen zu werden.

3.1 Übernahme ohne Chaos: Ihr 30/60/90-Tage-Plan als Vertrauensanker

Die Übernahme ist für viele WEGs der Moment mit dem größten Reibungsrisiko: Unterlagen sind lückenhaft, Zuständigkeiten unklar, alte Baustellen tauchen wieder auf – und keiner weiß, was zuerst passiert. Wenn Sie dafür einen klaren Plan vorlegen können, wirkt das wie ein Sicherheitsgeländer.

Ein guter 30/60/90-Tage-Plan muss nicht lang sein. Er sollte einfach zeigen: Was prüfen Sie sofort (Unterlagen, Verträge, Konten, offene Beschlüsse)? Was priorisieren Sie? Wann bekommt der Beirat den ersten Status? Dazu passt eine Übergabe-Checkliste, die nicht nach Wunschliste klingt, sondern nach Arbeitsgrundlage.

3.2 Vorlagen, die Kompetenz sichtbar machen: Reporting, Beschlüsse, offene Punkte

Viele Verwaltungen sagen „wir sind transparent“. Die bessere Variante ist: Sie zeigen, wie Transparenz bei Ihnen aussieht. Ein kurzer Musterbericht (monatlich oder quartalsweise) mit festen Rubriken – Status, offene Punkte, Beschlüsse in Umsetzung, Risiken/Nächste Schritte – macht Ihre Arbeitsweise sofort nachvollziehbar.

Sehr hilfreich ist hier auch eine Beschlussliste mit Status: eine einfache Übersicht, in der jede Entscheidung aus der Eigentümerversammlung mit Verantwortlichkeit, Termin und aktuellem Stand geführt wird. Nicht als Excel-Kunstwerk, sondern als klare Arbeitsliste. Das signalisiert: Beschlüsse versanden bei Ihnen nicht im Posteingang, sondern werden systematisch abgearbeitet.

3.3 Musterabrechnung & saubere Logik: zeigen, wie Sie denken

Gerade bei jungen Verwaltungen ist die Abrechnung häufig der größte Zweifelpunkt. Sie müssen hier nicht behaupten, schon Dutzende WEGs abgerechnet zu haben – aber Sie können zeigen, dass Sie strukturiert und prüfbar arbeiten.

Hilfreich ist eine anonymisierte Musterabrechnung oder zumindest eine Muster-Gliederung, ergänzt um ein paar Plausibilitätschecks (Vollständigkeit, Abgrenzungen, nachvollziehbare Darstellung). Das vermittelt weniger „wir sind perfekt“, sondern „wir arbeiten so, dass Fehler auffallen – bevor sie eskalieren“.

Und noch ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Ein sauberer Angebots- und Vertragsrahmen gehört ebenfalls ins Vertrauenspaket. Nicht als juristisches Detailwerk, sondern als verständliche Anlagen: Leistungsabgrenzung, Sonderleistungen-Logik, Kommunikationsregeln, Zuständigkeiten/Vertretung.

4. Angebot und Vertrag, die keine Bauchschmerzen machen

Spätestens beim Angebot entscheidet sich, ob Sie als junge Verwaltung „mutig“ wirken – oder „sicher“. Viele Eigentümer wollen in dieser Phase gar keine Hochglanz-Unterlagen, sondern vor allem eins: Klarheit. Was bekommen wir? Was nicht? Was passiert, wenn etwas außer Plan läuft? Und wie vermeiden wir Überraschungen bei Zusatzkosten?

Gerade ohne Referenzen ist ein gutes Angebot deshalb mehr als ein Preisblatt. Es ist ein Signal: Diese Verwaltung denkt die Zusammenarbeit zu Ende.

4.1 Angebote, die man vergleichen kann: klare Leistungen, klare Grenzen, klare Logik

Das häufigste Misstrauen entsteht nicht durch den Preis, sondern durch Unschärfe. Wenn Leistungen schwammig beschrieben sind, lesen Beiräte automatisch „da kommt später noch was“. Umgekehrt wirkt ein Angebot sofort professioneller, wenn es sauber strukturiert ist: Basisleistungen klar beschrieben, Zusatzleistungen klar benannt – und vor allem mit einer verständlichen Logik, wann Zusatzleistungen überhaupt greifen.

Hilfreich ist dabei, die wichtigsten Schnittstellen offen zu adressieren: Welche Informationen erwarten Sie von der WEG? Wie läuft die Kommunikation mit Beirat und Eigentümern? Wie werden Dienstleister beauftragt? Wer entscheidet was – und wie wird das dokumentiert? Je klarer Sie hier sind, desto weniger Raum bleibt für Misstrauen.

Ein weiterer Punkt, der in der Praxis viel ausmacht: Benennen Sie Zuständigkeiten und Vertretung nicht nur im Gespräch, sondern im Angebot. Eine WEG kauft nicht „eine Person“, sondern die Fähigkeit, zuverlässig zu liefern – auch dann, wenn mal Urlaub oder Krankheit dazwischenkommt.

4.2 Vertragsanlagen statt Floskeln: Kommunikation, Zuständigkeiten, Sonderleistungen verständlich regeln

Beim Vertrag gilt die gleiche Regel: Nicht „juristisch möglichst lang“, sondern operativ möglichst eindeutig. Gerade junge Verwaltungen gewinnen Vertrauen, wenn sie die praktischen Spielregeln als Anlagen sauber mitschicken – in normaler Sprache, ohne Nebel.

Dazu gehören typischerweise: Kommunikationswege und Reaktionszeiten, Eskalationsstufen (wann geht was an den Beirat?), eine klare Leistungsabgrenzung und eine nachvollziehbare Sonderleistungen-Liste. Wichtig: Sonderleistungen nicht als „Hintertür“ formulieren, sondern als fairen Mechanismus. Eigentümer akzeptieren Zusatzkosten eher, wenn sie vorher verstanden haben, wodurch sie ausgelöst werden.

Rechtlich sollten Sie Vertragsentwürfe natürlich prüfen lassen – aber der Vertrauenseffekt entsteht weniger durch Paragraphen, sondern durch die Frage: Ist das für uns verständlich und planbar? Wenn ja, haben Sie als junge Verwaltung einen echten Vorteil gegenüber Angeboten, die zwar „schön“ aussehen, aber inhaltlich ausweichen.

5. Strukturiert neue Kundenanfragen gewinnen

Wenn Sie noch keine Referenzen haben, ist der größte Wachstumstreiber nicht die „perfekte Außendarstellung“, sondern ein wiederholbarer Akquiseprozess mit ausreichender Frequenz. Aus unserer Erfahrung als Betreiber von Hausverwalter-Angebote.de braucht es gerade am Anfang eine gewisse Zahl an Anfragen, damit ein Verwaltungsunternehmen wirklich ins Laufen kommt. Denn die Phase ohne Referenzen endet nicht durch Hoffnung, sondern durch Wiederholung: passende Anfragen, sauber bearbeitet, sauber übernommen – und daraus entstehen die ersten echten Bewertungen, Mini-Cases und Weiterempfehlungen. Danach wird vieles spürbar leichter, weil Sie nicht mehr nur erklären müssen, wie Sie arbeiten, sondern es belegen können.

Ein Portal kann dabei ein sehr pragmatischer Einstieg sein: Über Hausverwalter-Angebote.de bekommen Sie planbar Anfragen, können sie nach Kriterien filtern und mit einem Standardprozess abarbeiten – statt von Zufällen, Empfehlungen „irgendwann später“ oder einzelnen Kontakten abhängig zu sein.

5.1 Warum Prozess und Frequenz wichtiger sind als der perfekte Pitch

Ohne Referenzen brauchen Sie vor allem Tempo im Sinne von Durchlauf, nicht im Sinne von Hektik. Je öfter Sie den gleichen Ablauf durchspielen, desto schneller werden Ihre Unterlagen, Ihre Angebotslogik und Ihr Onboarding besser – und desto schneller entsteht echte Substanz für Vertrauen: eine sauber übernommene erste WEG, eine zweite, eine dritte. Genau diese stabil laufenden Mandate sind dann die Basis für den nächsten Schritt (größere Objekte, höhere Abschlussquote, weniger Preisdebatten).

5.2 Empfohlener Ablauf: Angebot zuerst – dann Erstgespräch (außer bei Rückfragen)

Viele Gründer machen es umgekehrt und verlieren Zeit: erst lange Gespräche, dann ein Angebot „irgendwann“. In der Praxis funktioniert häufig der klarere Ablauf besser:

  1. Anfrage kurz qualifizieren: Passt das Objekt grundsätzlich (Größe, Lage, Unterlagenstand, Erwartungshaltung)?
  2. Angebot senden (mit Struktur): Leistungsrahmen, Sonderleistungen-Logik, Zuständigkeit/Vertretung und ein kurzer Übernahmefahrplan als Anlage.
  3. Erstgespräch danach: Dann sprechen Sie nicht mehr abstrakt, sondern konkret über Ihr Angebot – das reduziert Ping-Pong und macht Sie vergleichbarer.

Ausnahme:

Wenn vorab wesentliche Informationen fehlen oder Unklarheiten offensichtlich sind, sprechen Sie vor dem Angebot kurz (10–15 Minuten), um die offenen Punkte zu klären. Das wirkt nicht wie „wir brauchen noch was“, sondern wie Professionalität: Sie wollen kein Angebot abgeben, das später an falschen Annahmen scheitert.

5.3 Attraktiver Einstiegspreis: den Wechsel erleichtern, ohne Dumping

Gerade in der Startphase entsteht Wachstum nicht nur über Prozess und Frequenz, sondern auch über eine Preispositionierung, die Gesprächspartnern in der WEG den Schritt ins „noch nicht bewiesene“ Risiko erleichtert. Ein leicht unter dem Marktniveau liegender Einstiegspreis kann hier Rückenwind geben – nicht als Dumping, sondern als fairer Anreiz, Ihnen die erste Chance zu geben.

Wichtig ist die Grenze: Der Preis darf nicht nach „billig um jeden Preis“ wirken, sonst wird er selbst zum Risikosignal. Entscheidend ist, dass Ihr Angebot gleichzeitig klar und sauber bleibt: Leistungsabgrenzung, Sonderleistungen-Logik, Zuständigkeiten/Vertretung und ein kurzer Übernahmefahrplan. Dann wirkt der Einstiegspreis nicht wie ein Haken, sondern wie eine pragmatische Entscheidungshilfe. Und: Der Einstiegspreis darf Ihre Lieferfähigkeit nicht gefährden – sonst zahlen Sie später mit Reaktionszeiten und Reputation.

6. Die ersten 90 Tage entscheiden über Ihre ersten Referenzen

Die ersten Mandate sind Ihre „Bewährungsphase“. In diesen 90 Tagen entsteht das, was Ihnen am Anfang fehlt: saubere Abläufe, nachvollziehbare Dokumentation – und am Ende die ersten echten Referenzen. Wenn Sie früh sichtbar Ordnung, Verlässlichkeit und Umsetzung liefern, kippt die Wahrnehmung schnell von „neu“ zu „funktioniert“. Und ab dann wird Akquise spürbar leichter.

6.1 Quick Wins, die Beiräte sofort wahrnehmen

Vertrauen entsteht am Anfang selten durch große Projekte, sondern durch konsequente Basics. Drei Dinge wirken besonders stark: Erstens Überblick schaffen – mit Unterlageninventur (was liegt vor, was fehlt) und einer klaren Statusübersicht zu offenen Beschlüssen, laufenden Maßnahmen und kritischen Fristen. Zweitens verbindliche Kommunikation – nicht „immer erreichbar“, sondern ein klarer Rhythmus: wann es Updates gibt, über welchen Kanal und wie priorisiert wird. Drittens sichtbare Umsetzung – ein paar abgearbeitete Punkte, die länger liegen geblieben sind, erzeugen mehr Vertrauen als jede Selbstdarstellung. Entscheidend ist nicht alles gleichzeitig zu lösen, sondern Prioritäten transparent zu machen und dann zuverlässig abzuarbeiten.

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6.2 So machen Sie aus Ergebnissen Referenzen

Referenzen entstehen nicht zufällig, sie sind ein Prozess: Erst liefern, dann dokumentieren, dann Feedback einholen. Nach einer sauberen Übernahme und den ersten spürbaren Verbesserungen bitten Sie gezielt um eine kurze Bewertung (z. B. bei Google) – mit klarem Anlass: „Übernahme abgeschlossen, Statusstruktur steht, die wichtigsten offenen Punkte sind sortiert.“

Zusätzlich lohnt sich ein anonymisiertes Mini-Case: Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis – kurz, ohne Namen/Adresse, ohne Zahlenzauberei. Genau diese kleinen, echten Belege sind später Ihr Türöffner, weil Sie nicht nur erklären, wie Sie arbeiten, sondern es zeigen können.

Praxisbeispiel:

Eine kleine WEG wechselt nach monatelanger Funkstille der Vorverwaltung. In den ersten zwei Wochen erstellen Sie eine Unterlageninventur, setzen eine Beschlussliste mit Status auf und schicken einen kurzen Monatsstatus an den Beirat. Nach sechs bis acht Wochen sind die größten „Dauerbrenner“ priorisiert und sichtbar in Arbeit – und genau an diesem Punkt ist eine kurze, ehrliche Bewertung plötzlich realistisch, weil die WEG spürt: „Hier passiert verlässlich etwas.“

7. Fazit

Ohne Referenzen zu starten ist kein Makel – es ist nur eine Phase, die Sie aktiv verkürzen können. Nach außen sollten Sie wie eine etablierte Verwaltung auftreten: klare Leistungen, klare Zuständigkeiten, sauberer Auftritt (Website/Google) – ohne „Gründer-Story“ im Vordergrund.

Fehlende Referenzen ersetzen Sie am schnellsten durch Professionalität in Unterlagen und Vorlagen: Übernahmeplan, Reporting-Rhythmus, Beschlussliste mit Status, klarer Leistungsrahmen und eine anonymisierte Musterabrechnung. Und dann zählt Frequenz: Je mehr passende Anfragen Sie strukturiert bearbeiten, desto schneller entstehen die ersten echten Bewertungen und Referenzen. Dafür ist unser Portal Hausverwalter-Angebote.de  ein sinnvoller Hebel, um planbar Anfragen zu bekommen und Ihren Prozess zu standardisieren.

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